Chuck Berry wird 90 – oder: Wie man seine eigene Legende kaputt macht

Chuck Berry hat gerade vor wenigen Tagen, am 18. Oktober, seinen 90. Genurtstag gefeiert. Happy Biirthday. Und noch besser: Er hat sogar angekündigt, 2017 ein neues Album rauszubringen. Hmm, ich bin skeptisch. Warum?

Nun, eigentlich ist es doch wirklich genial, wenn man auch im hohen Alter noch die Gitarre in der Hand hat und im besten Fall sogar auf der Bühne steht, oder? Ich stelle mir das immer so vor, dass ich irgenwann mit 90 in irgendeinem knuffigen Blues oder Jazzclub mit meiner eingeschworenen Band, die seit 40 Jahren zusammen spielt, coole Licks zum besten gebe.

Aber andererseites sollte man auch erkennen, wann das eigene Spiel dem Publikum keinen Spaß mehr macht. Besonders wenn dieses eine Menge Gelt für die Tickets auf den Tisch legt.

Bei Chuck Berry bin ich mir nicht so ganz sicher, ob er diesen Moment erkennt. Schaut mal hier:

Ich will hier ja gar kein Bashing betreiben, aber als ich das gesehen habe, war ich schon etwas schockiert. Chuck Berry war mal echt cool! Wohl jeder Gitarrist hat irgendwann mal Johnny B. Good gelernt (und immerhin wurde diesem Song sogar in Zurück in die Zukunft I ein Denkmal gesetzt ;-))

Und jetzt gibt Chuck Konzerte, bei denen die Besucher anschließend das Geld zurückverlangen… . Irgendwie sehr schade.

 

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