Bodeneffektpedale

Bodeneffektgeräte – einfach mal drauftreten!

Als Bodeneffektgeräte bezeichnet mal alle Effektgeräte, die man vor sich auf dem Boden liegen hat. Im Gegensatz zu Geräten, die man in ein Rack schraubt, die man als 19-Zoll Effektgeräte bezeichnet. (

Multieffektgeräte können also genaugenommen entweder ein Bodeneffektgerät sein, wie das Boss GT-100, oder ein 19-Zoll Gerät, wie z.B. das TV Electronic G-Force.

Oftmals meint man aber wen man von Bodeneffektgeräten spricht, oder auch von „Bodentretern“, einzelne Effektpedale, also Bodeneffektpedale. Und die wollen wir uns hier genauer anschauen.

Bodeneffektpedale – ein Effekt pro Bodentreter

Oftmals hat man als Gitarrist eine klare Meinung: Ist man Anhänger der Multieffekt-Philisophie, also alles in einem Gerät, oder möchte man lieber pro Pedal nur einen Effekt haben. Man muss sich halt entscheiden, was man lieber mag:

Vorteile einzelner Bodentreter

  • Einzelne Bodentreter sind übersichtlicher. Pro Pedal hat man meist nur 2, 3 oder vier Drehknöpfe. Deren Position sieht man mit einem Blick, während man in einem Multiefefkt oft erst in Menüs muss.
  • Man verliert sich nicht so schnell in 1000 Effekten, sondern konzentriert sich mehr auf das eigentlich wichtige: Die Musik.
  • Einzelne Bodeneffekte strahlen eher einen „Vintage-Vibe“ aus, etwas erdiges, ursprüngliches. Besonders, wenn sie die ersten Macken haben 😉 Während Multieffekte schnell technisch kühl wirken.

Nachteile einzelner Bodentreter

  • Man muss die Effektpedale erst miteinander Verkabeln. Dies bedeutet einen gewissen Qualitätsverlust des Signals.
  • Man muss sich um die Stromversorgung kümmern. Entweder mit Batterien (lieber nicht, der Umwelt zuliebe) oder mit Netzteilen bzw. einem Mehrfachnetzteil und entsprechenden Kabeln.
  • Durch die Drehknöpfe kann man nicht mehrere Einstellungen eines Effekts abspeichern und wieder aufrufen, sondern muss sich die Potistellungen  merken oder aufschreiben
  • Will man von einem cleanen itarrensound mit etwas Chorus, Hall und leichtem Tremolo zu einem Lead-Sound wechseln, der nur etwas Delay hat, so ist man vor dem Solo ganz schon am herumhüpfen, um all die Pedale einzeln umzuschalten. Mit einem Multieffekt wäre das nur ein einziger Schritt.

Typische, „berühmte“ „muss man kennen“ Bodenpedale

Die verschiedenen einzelnen Effektpedale habe ich schon inder Rubrik „Effekt-Typen“ vorgestellt. Da habe ich auch Hörbeispiele.

Es gibt aber einige sagenumwobene Effektpedale, von denen mal als Gitarrist gehört haben sollte. Die stelle ich hier vor.

Ibanez Tube Screamer

Der Ibanez Tube Screamer ist ein sagenumwobener Verzerrer, der das Gitarrensignal „heisser“ macht, und somit besonders gerne vor ganz leicht angezerrten Röhrenverstärkern eingesetzt wird. Bereits Blues-Größen wie Stevie Ray Vaughan nutzten das Pedal, oder teilweise das Vorgängermodell TS808.

Beim Tube Screamer TS9 wird von vielen Sammlern ein extremer Hype um die Klangunterschiede zwischen verschiedenen Jahrgängen und Produktionsstätten gemacht. Auch werden zu teilweise aberwitzigen Preisen Originalgeräte oder Bauteile aus den 70ern gehandelt. Ibanez ist auf diesen Hype eingegangen, und bietet den Tube Screamer wieder an, und zwar auch in Versionen wie dem [easyazon_link asin=“B000T4SI1K“ locale=“DE“ new_window=“default“ nofollow=“default“ tag=“gitarrenratgeber-21″ add_to_cart=“default“ cloaking=“default“ localization=“default“ popups=“default“]TS808[/easyazon_link].

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Boss DS-1 Distortion Pedal

Beim Boss DS-1 handelt es sich um ein extrem beliebtes Distortion-Pedal, dass in den 80er auf dem Pedalboard eines jeden Gitarristen zu finden war.  Auch dieses Pedal macht sich besonders gut vor einem Röhrenverstärker, da es von sich aus sehr hart klingt, und etwas Wärme des Röhrenamps braucht, um nicht allzusehr zu sägen. Hier sind ein paar Klangeindrücke.

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Vergleich zwischen Boss DS-1 und Ibanez TS9

Hier ist ein schöner Vergleich zwischen einem Ibanez TS9 und dem Bos DS-1 und zwar zwischen Originalpedalen aus den 80ern. Leider schlecht gemacht, da der Tester ausserhalb des Bildes zwischen den Effekten umschalten. Man muss also immer hören, was er ansagt. Trotzdem interessant.

Hier merkt man, dass das Ibanes TS9 eher ein Overdrive-Pedal ist, das den Amp etwas mehr in die Verzerrung bringt. Das DS-1 ist ein Distortio-Pedal, dass von sich aus mehr Verzerrungen produziert und „verzerrter“ klingt.

Natürlich gibt es je nach Effekt, Stilrichtung, Bauform und Budget unzählige verschiedene Möglichkeiten, sich für seine Gitarre ein Effektgerät zuzulegen. Allerdings sind mir doch seit ich Gitarre spiele ein paar Geräte immer wieder begegnet, so das ich sie als absolute Top-Geräte kennengelernt habe, die für ihren jeweiligen Einsatzbereich eine sichere Bank darstellen. Wenn Ihr also mit einem Gitarreneffektgerät loslegen möchtet – mit diesen hier liegt Ihr richtig:

Boss Bodeneffekt-Pedale

Die Bodeneffekt-Pedale von Boss sind einfach klasse, und ein echter Standard. Die Dinger sind durch ihre Bauform mit Metallgehäuse quasi unzerstörbar, und klanglich top. Sie liefern einen soliden Grundstock. Wenn man mit einem Boss Bodeneffekt angefangen hat, ist man möglicherweise sein Leben Lang damit glücklich … und dann stehen die Chancen gut, dass auch das Pedal so lange hält 😉 Oder man merkt irgendwann, dass man klanglich etwas andere Vorstellungen hat. Aber um die zu entwickeln, muss man ja mal irgendwo anfangen. Und da sind die Boss Pedale einfach perfekt. Weil sie nicht zu verrückt sind, sondern einfach eine solide Basis liefern. Sowohl vom klang der Gitarreneffekte, wie auch von der Bauform und Qualität.

Meine persönlichen Top-5 der Boss Bodeneffekte:

  1. Boss CS-5 Chorus Pedal
  2. Boss DD-5 Delay Pedal
  3. Boss FL-1 Flanger
  4. Boss Autowah
  5. Boss Tuner – eigentlich kein Effekt, aber das beste Live-Stimmgerät, dass ich kenne. Super ablesbar auch auf hellen Bühnen, unzerstörbar und verlässlich. Ach ja, genau kann man seine Gitarre damit natürlich auch stimmen 🙂
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Morley Bad Horsie WahWah-Pedal

Finde ich persönlich ein wesentlich cooleres WahWah-Pedal als das typische Boss CryBaby. Warum? Das Morley Wah-Pedal funktioniert statt mit einer Spule optisch, es hat also weniger Verschleiß. Beim CryBaby passiert es früher oder später, dass es anfängt zu krispeln und krackeln. Das passiert beim Morley nicht. Ausserdem finde ich es klanglich genial. Es ist übrigens ursprünglich Steve Vai auf den Leib geschneidert worden … wenn der es spielt, klingt es so:

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