Gehörschutz für Gitarristen

Musikhören macht Spaß, richtig? Gitarrespielen auch.

Was brauchst Du für beides? Deine Ohren! Und zwar nicht nur als optisches Accessoire, Deine Ohren sollten auch funktionieren.

Und deshalb solltest Du alles dafür tun, dass sie das möglichst lange tun. Eigentlich sollte deshalb eine Selbstverständlichkeit sein, das man seine Ohren schützt. Und jeder sollte es machen. Und trotzdem wird man immer wieder komisch angeschaut und muss sich den ein oder anderen Spruch anhören wenn man auf der Bandprobe die Ohrstöpsel oder bei Auftritten das In-Ear-Monitoring rausholt.

Es wird Zeit, dass das aufhört!

Seine Ohren zu schützen und Gehörschutz zu tragen ist nicht uncool. Uncool ist es, mit 35 (… und bei vielen Musikern schon viel früher) nicht mehr ordentlich hören zu können.

Mittlerweile gibt es viele richtig gut funktionierende Sorten von Gehörschutz, in allen möglichen Preisklassen – von umsonst bis ganz schön teuer. Welchen Gehörschutz Du davon auswählst, ist einfach eine Sache Deines persönlichen Geschmacks und Deines Geldbeutels. Wichtig ist eigentlich nur, dass Du bei Proben mit Schlagzeuger und lauten Auftritten einen Gehörschutz trägst. (Und ja: Auch beim Gang in den Club sollten die Dinger rein. Was Dir heutzutage aufgrund der „tollen“ und lauten technischen Möglichkeiten zu die Ohren geblasen wird, ist eigentlich Körperverletzung, und das Pfeifen und das taube Gefühl in Deinen Ohren nach einer Diskonacht ist kein witziges Zeichen einer tollen Party, sondern ein ernstzunehmendes Warnzeichen Deines Körpers, das Dir sagt, dass in der letzten Nacht wieder einige tausend Härchen in Deinen Ohren umgeblasen wurden. Einige davon können sich normalerweise wieder erholen … eine ganze Menge aber auch nicht. Du hörst nach einer solchen Nacht wieder ein Stückchen schlechter, als am Tag davor.

Verschiedene Arten von Gehörschutz

1.) Klopapier / Taschentuch

Ob Du es glaubst oder nicht: Etwas Klopapier oder Tempo in den Ohren ist ein sehr guter Gehörschutz. Allerdings liegt es an Dir, diesen günstigen Schutz richtig „einzustellen“ damit er Deine Ohren sicher schützt. Das ist eigentlich der einzige wirkliche Nachteil im Vergleich zu teureren Lösungen. Je nachdem, wie dicht Du das Papier zusammenknüddelst, und ob die es zusätzlich noch etwas anfeuchtest, kann der Effekt nämlich von „bringt gar nix“ bis zu „fast nix kommt durch“ reichen. Der größte Vorteil ist natürlich, dass Klopapier, Tempotaschentuch oder Servietten quasi immer verfügbar sind. Also auch ein super Gehörschutz, falls Du Deine maßangefertigten Ohrstößsel zu Hause vergessen hast.
Was meiner Erfahrung nach super ist: Du kannst das Tempo in den Ohren genau so  einstecken, dass Du noch genug Höhen im Sound und „Direktheit“ hast, um gut Gitarre spielen zu können, und Dich präsetn zu fühlen. Aber Du kannst genau so viel Lautstärke wegnehmen, dass es angenehm ist.

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2.) Günstige Ohrstöpsel aus der Drogerie oder dem Supermarkt

Hier gibt es verschiedene Sorten. Zum einen die Ohrstöpsel, die eigentlich dazu gedacht sind, Dich in lauten Umgebungen gut schlafen zu lassen. Die sind vielleicht bei superlauten Heavykonzerten sinnvoll, nehmen aber so viel Schall weg, dass Du meiner Erfahrung nach zu viel Spielgefühl verlierst. Du fühlst Dich bei der Bandprobe nicht mehr richtig präsent. Von diesen Ohrstöpseln rate ich eher ab. Da ist selbst Tempo besser.
Dan gibt es die Ohrstöpsel, die extra für Musiker oder Club-Besucht gedacht sind. ([easyazon_link keywords=“gehörschutz musiker“ locale=“DE“ tag=“gitarrenratgeber-21″]gibt es hier[/easyazon_link]*) Die funktionieren schon besser, weil sie auch vom Frequenzgang eher so angepasst sind, dass sie ein gleichmößiges Spektrum durchlassen, und quasi nur etwas leiser machen, ohne den Klang zu verändern. Das funktioniert so leidlich … . Wer es mag: Es gibt die Dinger in vielen verschiedenen Farben. Ist doch nett 🙂 Diese Ohrstöpsel sind also günstig, und recht gut. Eien richtig großen Vorteil gegenüber Tempo kann ich nicht ausmachen. Sieht vielleicht etwas weniger  professionell aus.

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3.) Angepasster Gehörschutz

Der angepasste Gehörschutz ist die Königsklasse der Gehörstöpsel. Hier wird ein Silikon oder Plastikeinsatz gefertigt, der genau an Deinen Gehörgang angepasst ist. Das garantiert guten und vor allem immer gleichbleibenden Sitz. Das Gefühl, dass Du beim Abdrucknehmen hast, ist zwar echt eigenartig …Du wirst denken, sie ziehen Dir gleich das Gehirn aus dem Kopf 😉 Aber das Ergebnis ist es schon wert.

Einige dieser angepassten Gehörstöpsel erlauben das Einsetzen verschiedener Filter. Das ist super, um je nach Anlass (laute Bandproben oder nur mittellaute Konzerte) verschiedene Levels von Lautstärekeabsenkung zu erreichen. Ausserdem kann man bei einigen Firmen den Gehörschutz-Einsatz auch gegen In-Ear-Monitoring austauschen. Das sit natürlich für Konzerte genial.

Wichtig ist, dass Du bei solch einem angepassten Gehörschutz den richtigen Filter für Dich findest. Nimmt er zu viel Lautstärke weg, so tut er das zwar sicher und mit gutem Sitz – Du wirst Dich aber trotzdem nicht wohl beim Gitarrespielen fühlen. Ich persönlich hatte viele Jahre einen angepassten Gehörschutz … bin aber irgendwann tatsächlich wieder zu Tempo übergegangen. Empfehlenswert ist ein solcher Schutz aber allemal.

Hier könnt Ihr Euch mal anschauen, wie so ein angepasster Gehörschutz erstellt wird und entsteht.

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